Weiterer Prozess wegen „4 Jahre Ohne…“ – Demo

Im Mai 2015 wurde auf einer Demonstration, einerseits ein selbstverwaltetes Stadtteilzentrum gefordert und andererseits soziale Verdrängung und kommerzielle Stadtumstrukturierung kritisiert und sichtbarer gemacht hat. Da der Versammlungsleiter laut Polizei verschiedene Verletzungen der Auflagen nicht ausreichend verhindert hätte, wurde gegen ihn ein Bußgeldbescheid von über 400€ verhängt. Bisher ist in dem Zusammenhang wenig geklärt, außer dass der Richter, der offensichtlich Interessen der Staatsanwaltschaft vertritt, für unbefangen erklärt wurde. Ob dieser Richter anerkennen wird, wie haltlos und unlogisch die Vorwürfe sind, ist fraglich, doch klar ist: Unser Protest erfordert keine staatliche Erlaubnis, denn er richtet sich gegen staatliche Herrschafts- und Eigentumslogik. Die Kommerzialisierung von Wohn- und Lebensraum führt dazu, dass immer mehr Menschen Grundbedürfnisse wie z.B. eine (befriedigende) Wohnung verwehrt bleiben. Zur Zeit werden viele Aktionen für eine selbstbestimmte, solidarische Organisierung von Wohn- und öffentlichem Raum mit Ladungen vor Gericht beantwortet.

Kommt deswegen zu diesem und anderen Prozessen von Genoss_innen, die wegen dieser Demo, der Blockade der Zwangsräumung oder Besetzungen kriminalisiert werden. Die Stadt gehört Allen!

Mittwoch, 17. August, 9Uhr: Amtsgericht Hannover, Volgersweg 1,

Saal 2288 im Altbau

Der „Mach doch mal was kaputt“ Strafprozess, wegen angeblichen Aufrufes zu Straftaten im Zuge der gleichen Demo geht in die 3. Runde:

Montag, 5.9., 8:30h: Amtsgericht Hannover

Freiraum – Demo 21.Mai in Wunstorf

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Für diesen Samstag, den 21. Mai rufen die Leute von der Wohnwelt unter dem Motto „Selbstverwaltete Freiräume erkämpfen und verteidigen“ dazu auf, in Wunstorf auf die Straße zu gehen. Wer von Hannover aus gemeinsam anreisen möchte, trifft sich ab 12:15 Uhr Unterm Schwanz oder steigt um 12:28 Uhr am Hbf  bzw. um 12:31 Uhr am Nordstadt-Bahnhof zu.

AUFRUF
Seit Anfang 2016 mehren sich staatliche Razzien und Räumungen gegen selbstverwaltete Projekte, während weiterhin jeden Montag aufs Neue rassistischen Mobs in etlichen Städten der Weg frei geprügelt wird.

Alleine in Hannover gab es innerhalb kurzer Zeit eine Razzia und diverse Anzeigen gegen das UJZ Korn wegen angeblicher Unterstützung der PKK und eine prompte, martialische Räumung eines besetzten sozialen Zentrums, das dann dem Plan weichen musste, das betroffene Haus in Ruhe vergammeln zu
lassen.

In Wunstorf treibt die Stadt immer noch ihr Unwesen in der oberen Etage im Autonomen Zentrum eures Vertrauens. Wiederholt werden banale Gründe vorgezogen, um einem in Wunstorf einzigartigen Projekt Steine in den Weg zu legen. Doch weiterhin wird durch regelmäßige Koch- und Kneipenabende sowie Musik- und Politveranstaltungen ein möglichst frei zugängliches soziokulturelles Angebot geschaffen: Hier wird ein basisdemokratischer Umgang gelebt und reflektiert, der gesellschaftlich verbreitetem
Konkurrenzdenken, Machtbestrebungen und Diskriminierung Solidarität entgegensetzt.

Wir brauchen solche Räume dringender denn je: Um alltäglichem Stress und Unterdrückung zu entfliehen, um Protest gegen den rassistischen, patriarchalen Normalzustand zu organisieren und um die Vision einer herrschaftsfreien Gesellschaft am Leben zu erhalten und neue Ansätze auszuprobieren. Lasst uns weiter daran arbeiten, einerseits bestehende Strukturen zu verteidigen und auszubauen und andererseits neue zu erkämpfen!

SAMSTAG, 21. MAI, 12:30UHR WUNSTORF/BAHNHOF SÜDSEITE

Abrissbagger am Moritzwinkel

Nachdem letzte Woche das leerstehende Clubheim am Sportcampus besetzt worden war, ist nun ein Abrissbagger vorgefahren, der bereits damit begonnen hat das Dach der Kegelbahn einzureißen. Unipräsident Epping hat damit seine Ankündigung wahr gemacht, sich nicht auf Verhandlungen einzulassen und vollendete Tatsachen zu schaffen.

Wer kurzfristig noch Zeit hat, kann gerne heute Nachmittag (11.04.) zum Moritzwinkel kommen. Ohnehin war dort heute ab 17 Uhr Kegeln, mit anschließender VoKü geplant. Alles weitere und aktuelle Entwicklungen finden sich bei http://winkel12.blogsport.de/ sowie bei Twitter unter: #winkel12

Update: Stellungnahme zur Räumung

Hausbesetzung in der Nordstadt neben dem Sportcampus

Seit einigen Stunden halten mehrere Dutzend engagierter Leute ein ehemaliges Vereinsheim in der Nordstadt besetzt. Derzeit ist noch keine Polizei vor Ort und die Uni als Eigentümerin hat den Menschen eine Frist gestzt, das Haus freiwillig zu verlassen. Polizei ist demnach nicht vor Ort. Alles weitere findet sich unter:

http://winkel12.blogsport.de/

https://twitter.com/winkelzwoelf

Vereinsheim

Veranstaltungsreihe zu Freiräumen im April

Unter dem Namen „Squat the Galaxy“ findet im April eine Veranstaltungsreihe statt, auf die auch wir an dieser Stelle hinweisen möchten. Der erste Termin ist bereit am Dienstag den 05.04. um 19 Uhr bei Stadtteilleben in der Fröbelstraße 5. (Veranstaltungsbeschreibung unten) Alle weiteren Termine sowie mehr Infos auch unter: squatthegalaxy.blogsport.de

Nutzungen auf Zeit – Unkommerzielle Freiräume oder Faktor der Standortpolitik

Podiumsdiskussion mit Transition Town und dem Platzprojekt mit einem Eingangsvortrag zur Bachelorarbeit „Refilling Gaps“ – Flächennutzungskonzepte für Linden aus dem Jahr 2013

Zwei ehemalige Studierende der Leibniz Universität Hannover entwerfen unter dem Arbeitstitel „Refilling Gaps“ Zwischennutzungskonzepte für sogenannte „vernachlässigte Orte“ in Hannover-Linden und schlagen dabei den Bogen vom Bedarf an Freiräumen und Selbstgestaltungsmöglichkeiten, bis zum Beitrag bei der Beseitigung des mittlerweile offensichtlichen Wohnungsmangels in Linden. Konkret geht es ihnen um eine mögliche „Attraktivitätssteigerung“ durch Temporäre Nutzungen, die aber auch in dauerhafte überführt werden könnte, falls beispielsweise eine Bebaung der Fläche nicht zu Stande kommt.

Bei der Veranstaltung werden zentrale Hypothesen und konkrete Ideen ihrer Arbeit erläutert und diskutiert. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Nutzungen abseits von kommerziellen Ideen. Zusammengebracht werden ihre Ideen bei der Veranstaltung mit konkreten Projekten, die Flächen nur für eine kurze Zeit nutzen wollen oder können.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion diskutieren deshalb Transition Town und das Platzprojekt über den Umgang mit endenden Zwischennutzungen, den Wunsch nach mehr Fläche, die Konkurrenz mit kommerzieller Nutzung und die Unterstützung von staatlicher Seite.

https://www.facebook.com/events/223450948013461/

 

12.02. 18 Uhr – Demo gegen die Kriminalisierung des UJZ-Kornstraße

Heute morgen wurde das UJZ-Korn von einem massiven Aufgebot an Polizei und Staatsschutz durchsucht. Vorwand war, es gäbe eine Unterstützung der PKK durch die Korn.

Wir wenden uns gegen die Kriminalisierung des UJZ-Kornstraße und gegen das PKK-Verbot

Zwei Themen verschiedene Zusammenhänge:

Die BRD hält sich momentan bei einer Positionierung an den kriegerischen Aktivitäten des türkischen Staates in den kurdischen Gebieten der Osttürkei zurück. Eine Frage ist, ob das geschieht, weil die Türkei gerade die Aufgabe übernommen hat, die EU-Außengrenzen gegen Flüchtlinge aus Syrien zu sichern. Ein Zusammenhang mit aktuellen Kriminalisierungstendenzen gegen die PKK durch den deutschen Staat liegt nahe.

In Zeiten, in denen sich der rechte Mob auf der Straße formiert und seit über einem Jahr täglich drei (geplante) Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland angegriffen werden, mutet es seltsam an, wenn Hausdurchsuchungen und Räumungen linker Zentren bei Polizei und Staatsschutz an prioritärer Stelle stehen. Die langjährige Politik des „auf dem rechten Auge blind“ scheint sich auch hier fortzusetzen.

Es findet deswegen ein kurzfristig anberaumte Demonstartion statt:

Am Freitag 12.02.2016, um 18h am Steintor in  Hannover.

Zeigt Euch solidarisch, kommt zahlreich und sagt ebenso euren Freund*innen ebenso Bescheid.

Beitrag bei indymedia

 

Gerichtsprozess Update – Neuer Termin!

Da dem Richter, nach eigener Aussage, erst wenige Stunden vor Prozessbeginn ein weiteres Video der Polizei vorgelegt wurde, was allen Prozessbeteiligen bis dahin unbekannt war, wurde die Verhandlung vorherst verschoben. Obwohl bereits gestern über 30 Leute zur Unterstüzung des Angeklagte erschienen waren, wird der Prozess auch nächstes Mal in dem deutlich zu kleinen Saal 2292 stattfinden. Da erneut mit nervigen Einlasskontrollen zu rechnen ist, sollte auch das nächste Mal etwas mehr Zeit eingeplant werden, damit dann alle pünktlich da sind.

Der neuangesetzte Termin ist der

07.03.2016 9 Uhr

Saal 2292 Amtsgericht Hannover

Presseartikel der HAZ zum Prozess