Castor Ahoi….

Es ist mal wieder so weit, im Wendland wird die 5. Jahreszeit eingeläutet, der 13. Castor-Transport aus La Hague rollet mit massiver Bullebewachung in das sogenannte Zwischenlager nach Gorleben. Weiterlesen

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Plenum Verschoben & Aktionswerkstatt

Das nächste Plenum findet nicht wie gewohnt am Mittwoch statt! Sondern bereits am Dienstag den 29.11. um 20:00 Uhr im UJZ Korn (Kornstrasse 28-32).

Am Sonntag gibt es dann mal wieder die regelmäßig unregelmäßige Aktionswerkstatt. Um 14:00 Uhr ebenfalls in der Korn.

Prozess Limmer 98

Mit einer Verurteilung zu 60 Tagessätzen endete heute, am 18.11.2011 vorm Amtsgericht das erste Verfahren in Zusammenhang mit der Hausbesetzung der Limmerstrasse 98. Dem Beschuldigten wurde vorgeworfen, während der Maßnahmen bei der Räumung Widerstand geleistet zu haben. Weiterlesen

Nächstes Plenum & Aktionswerkstatt

Am Sonntag den 20.11. findet um 14:00 Uhr die bereits bekannte Aktioswerksatt im UJZ Kornstrasse (Kornstrasse 28-32) statt. Unter anderem soll es dort um die Vorbereitung eine Demo gegen Stadteilumstrukturierung gehen.

Am Mittwoch laden dann wieder zum offenen Plenum. Wie gewohnt UJZ Glocksee 20:00 Uhr (Glockseestr 35, bei „Seminarraum“ Klingeln). Arbeitsschwerpunkt Nachbereitung der Besetzung in vom Freitag den 11.11.

Alte Bullenwache geräumt

Bulle: „Sie wissen schon, was das für ein Gebäude ist?“
Besetzer_in: „Ist doch gar kein Problem, sie haben doch alle Akten schon draußen.“
Bulle: „Ja, aber Sie müssen verstehen… wie sieht das denn aus in der Öffentlichkeit. Polizeiwache besetzt! … das ist ja schon ein Prestigeobjekt.“

So verlief der erste Kontakt etwa eine halbe Stunde nachdem die ehemalige Polizeiinspektion in Hannover Linden (PI West) besetzt worden war. Da sich die Besetzer_innen weigerten das Gebäude freiwillig zu verlassen, rückte kurze Zeit später ein Großaufgebot an. Die Cops hatten vorerst keine Möglichkeit die Aktivist_innen, die das Haus massiv verbarrikadiert und sich aufs Dach zurückgezogen hatten, zu räumen. Pech für die Bullen, die ihre Schlüssel nach ihrem Auszug vor drei Wochen im Haus gelassen hatten, und deswegen zusätzlich sämtliche Zwischentüren einschlagen mussten, um bis zu den Besetzer_innen vorzudringen. Zeitgleich kam das SEK Knüppel schwingend über eine Drehleiter der Feuerwehr aufs Dach. Ein Aktivist hatte sich bis auf halbe Höhe abgeseilt und musste von der Höhenrettung des SEK „geborgen“ werden. Die restlichen auf dem Dach befindlichen Personen wurde teilweise durchs Haus abgeführt und teils per Drehleiter nach unten gebracht.

Die Räumung dauerte mehrere Stunden. Insgesamt wurden 13 Personen in Unterbindungsgewahrsam genommen und über Nacht in Zellen gesperrt. Mittlerweile sind alle wohlbehalten zurück.

Die ganze Aktion wurde lautstark von Sympathisant_innen und Anwohner_innen begleitet. Zwischenzeitlich kam es zu Rangeleien und mehrere Personen bekamen Platzverweise. Die Stimmung war gut, was auch daran lag, dass es den Besetzer_innen immer wieder gelang Unmengen ausgefüllter Strafzettel aus den Archiven vom Dach zu werfen und damit die Umstehenden zu erheitern.

Das vorbeikommende Partypublikum, erstaunt über den Feuerwehreinsatz:„Was habt ihr denn da für ne miese Katze aufm Dach?“
Tja, die mieseste Katze, die die PI West jemals gesehen hat…

Ehemalige Polizeiinspektion-West besetzt!

Freitag Abend haben wir die ehemalige Polizeiinspektion West in der Gartenallee 14 in Linden-Mitte besetzt. Die Bullen sind dort im Oktober ausgezogen. Wir sind eingezogen und wollen in den Räumen ein Autonomes Stadtteilzentrum entstehen lassen!

Das Bedürfnis nach einem selbstverwalteten, unkommerziellen Ort in Linden ist nicht neu.
Bereits im Juni wurde ein Gebäude an der Limmerstraße 98 für fünf Tage besetzt. Diese Aktion war die Initialzündung für die Kampagne Ahoi, die seit dem mit verschiedenen Aneignungsaktionen im öffentlichen Raum aufgefallen ist, zuletzt mit der Besetzung des Ihmeplatz 8 Ende September. Nachdem auch diese Besetzung geräumt wurde und der Zustand der verspekulierten Immobilie ohnehin nicht für eine Nutzung in Frage kam, haben wir jetzt endlich Räume gefunden, die den Anforderungen an ein Autonomes Stadtteilzentrum auch gerecht werden (von den Gewahrsamszellen im Keller mal abgesehen).
Ein umfangreiches Kulturprogramm bringt bereits dieses Wochenende selbstorganisiertes Leben in die alte Bullenbutze. Voküs, Infoveranstaltungen, Konzerte und Lesungen sind nur einige davon (ein ausführliches Programm findet ihr auf unserem Blog kampagneahoi.wordpress.com)

Das neue Stadtteilzentrum befindet sich nicht zufällig in Linden. Es handelt sich um einen Stadtteil, in dem sich Verdrängungsprozesse anhand konkreter Lebensrealitäten zunehmend veranschaulichen lassen und verstärkt eine dementsprechende Bereitschaft festzustellen ist, sich diesen Entwicklungen zu widersetzen. Das hat insbesondere die Besetzung der L98 gezeigt, die nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Stadtentwicklung von unterschiedlichen Menschen getragen wurde. Während mit dem Gilde Carre (http://www.ostland.de/gilde_carre/) quasi ein Stadtteil im Stadtteil entstanden ist, sorgt derzeit u.A. die Immobilienfirma WohnWert GmbH dafür, dass sich Verdrängungprozesse nicht mehr mit dem Verweis auf Statistiken unter den Teppich kehren lassen, sondern für viele zur beschissenen Realität geworden sind. So versucht WohnWert mehrere kleine, alteingesessene Geschäfte auf der Limmerstraße mittels verschärften Mietkonditionen loszuwerden, um die Räumlichkeiten zusammen zu legen und es an die Kette Denn’s Bio zu vermieten. Die Mietwohnungen direkt über den Geschäften sollen ebenfalls saniert und vergrößert werden. Ob sich die Bewohner_innen danach die Miete noch leisten können darf bezweifelt werden, deswegen findet bereits eine Vernetzung innerhalb des Hauses statt.
Ein paar Hausnummern weiter runter, auf der Limmerstraße 56, hat WohnWert die meisten Mieter_innen bereits vergrault, mit Todesfolge (http://antimilitarismus.blogsport.de/images/nr7web.pdf, Seite 41). Lediglich ein Mieter weigert sich weiterhin, seine Wohnung zu verlassen. Diese Entwicklungen zeigen, dass Widerstand immer notwendiger wird – dafür brauchen wir ein autonomes Stadtteilzentrum.
Das Erreichen dieser Forderung ist jedoch nicht der Endpunkt unserer Kampagne. Vielmehr ist ein Zentrum die Basis für Vernetzung im Stadtteil und eine Vorraussetzung, diesen Entwicklungen effektiv etwas entgegensetzen zu können.
Also kommt vorbei und helft mit das Autonome Stadtteilzentrum durchzusetzen!

Gentrifizierung sabotieren!
Rote Flora und Zomia bleiben!
Bullenwachen zu Autonomen Zentren!