Erstmal kurz ein Zelt!

Nachdem die ersten Wellen Gerichtsverfahren wegen Hausfriedensbrüchen in der Schaufelder- und Limmerstraße größtenteils vorbeigezogen sind (am 5. und 12. September finden noch zwei weitere Prozesse statt) und viele Kapazitäten mitgerissen haben, ist es mal wieder an der Zeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Mal mehr und mal weniger freiwillig haben wir uns andere Schwerpunkte gesetzt und dabei das Autonome Stadtteilzentrum ein wenig aus den Augen verloren. Doch damit wir als Stadtteilbewohner_innen uns gegen kapitalistische Stadtentwicklung organisieren können, braucht es genau das nach wie vor, auch oder erst recht wenn es in dieser Form der Stadtentwicklung keinen Platz hat. Weiterlesen

Demo Aufruf 22.09.12 Hannover

____Let’s open doors and spaces – Für die Freiräume____

Seit Langem tut sich wieder was im hannoverschen Stadtteil Linden. So wurde Anfang Juni letzten Jahres die Limmerstraße 98 besetzt und die Forderung nach einem autonomen Stadtteilzentrum formuliert. Dem folgte schon bald darauf im September eine Solidaritätsbesetzung eines leerstehenden Geschäftsraums im Ihmezentrum. Die Solidarität galt dem kurz zuvor brutal und auf widerwärtigste Weise geräumten Kulturzentrum Kukutza in Bilbao. Ein dritter Versuch folgte am 11.11.11 mit der Besetzung der ehemaligen Polizeiinspektion West in der Gartenallee, welche noch am selben Abend mithilfe von Feuerwehr und Sondereinsatzkommando geräumt wurde. Des weiteren entstand in Linden/Limmer in der Wunstorfer Straße vor ein paar Monaten der neue Wagenplatz „Standlos“. Wenn auch die Besetzungen nicht lang andauerten, so bleiben ihre Forderungen bestehen. Bis heute wurden sie nicht realisiert, doch bewirkt haben die Besetzungen dennoch einiges. Sie haben nicht nur das Thema Gentrifizierung in Hannover in den öffentlichen Diskurs gerückt, sondern mit der Kampagne Ahoi auch ein Netzwerk aus Menschen hervorgebracht, die sich das Ziel gesetzt haben, unkommerzielle Kommunikationsplattformen zu schaffen und gegen Verdrängungsprozesse vorzugehen. Darüber hinaus werden seit dem von verschiedenen Seiten konkrete Missstände thematisiert und durch konsequente Aufklärungsarbeit von mehr Menschen wahrgenommen. Macht man nun einen kurzen Schwenk in die Nordstadt, kommen einer_einem sofort mehrere Projekte in den Sinn, deren Existenz für die Menschen, die dort wohnen, arbeiten und verkehren enorm wichtig ist. Zu nennen sind an dieser Stelle nicht nur die Wohnprojekte Sprengel und Baukasten sowie mehrere Wagenplätze, sondern auch Kulturräume wie etwa die Schwule Sau oder das unabhängige Jugendzentrum Kornstraße, die zentraler Ausgangspunkt außerparlamentarischer politischer Organisation sind. Auch dort gab es in jüngster Vergangenheit eine Besetzung eines seit Jahren leerstehenden Hauses in der Schaufelder Straße

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