250 Menschen tanzen gegen Verdrängung und (hohe) Mieten!

Am Donnerstag, den 12.12.2013, protestierten etwa 250 Menschen auf
einer Nachttanzdemonstration unter dem Motto „Gegen (hohe) Mieten – Wohnraum für alle!“, um auf die Situation von Studierenden bei der Wohnungssuche, besonders in uninahen Quartieren, aufmerksam zu machen. Vom farbenfroh und auffällig verzierten Lautsprecherwagen wurden die Demonstrierenden auf ihrem Weg von der Fröbelstraße in Linden-Nord in die Nordstadt mit Musik zum Tanzen gegen Wohnungsnot animiert.
„Unser Protest richtet sich ausdrücklich nicht gegen die Zugezogenen, Kulturschaffenden und andere Menschen, welchen häufig nachgesagt wird, dass sie mit einem alternativen Flair für die Aufwertung eines Bezirks verantwortlich seien, sondern gegen den Zustand, der diese Prozesse hervorruft. Den Kapitalismus.“, führt
Tobias Burkhardt, Pressereferent des AStA, aus.
Gerade in Linden und der Nordstadt war es in der Vergangenheit Menschen mit geringem Einkommen, zu welchen auch Studierende gehören, möglich, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Dies wurde jedoch in den vergangenen Jahren
durch die Renovierung unsanierter Altbauwohnungen und einer eventuellen Umwandlung in Eigentumswohnungen zunehmend erschwert. Der Referent für Soziales, Niklas Dierking, ergänzt hierzu die Ziele der Aktion: „Heute wollten wir den Freiraum, der uns täglich genommen wird zurückerobern und die Stadt mit Leben füllen. Wir halten es zudem für notwendig, dass Wohnheime für Studierende auch von Studierenden verwaltet und gestaltet werden. Dass junge Leute hierzu in der Lage sind, zeigt sich an mehreren Projekten, wie dem Stadtteilleben oder dem Schwesternhaus.“
Nach Beendigung der Versammlung entschlossen sich einige der Teilnehmer_innen der Demonstration spontan, auf einen Fall jener Umstrukturierungsprozesse in der Nordstadt hinzuweisen, indem sie sich vor dem betroffene Haus versammelten und Flugblätter verteilten.

Advertisements