HH: Lasst uns zusammen auf die Straße gehen um unsere Solidarität zu zeigen!

Demo am 6.12.14, Breite Straße 114/116, 14 Uhr
Wir leben in einer Stadt, in der die Lebensverhältnisse immer teurer werden und es zunehmend schwerer wird, Plätze zu finden, an denen Geld keine Rolle spielt. So werden nicht nur die Mieten unbezahlbar, sondern es gibt kaum mehr Orte, an denen mensch nicht überwacht oder kontrolliert wird. Wenn wir diese Realität nicht mehr hinnehmen wollen, ist unsere Antwort, die Ordnung von Besitz und Kontrolle zu verweigern und anzugreifen. Nur indem wir uns ihren Regeln widersetzen entsteht die Möglichkeit, sich so zu bewegen und zu leben, wie wir es wollen.

Ein Beispiel dessen sehen wir in der Besetzung der Breite Straße am 27. August 2014 in Hamburg. Indem sie ein Haus besetzten, versuchten die Besetzer_innen sich ohne zu fragen einen Raum zu nehmen; indem sie sich gegen die anrückende Polizei wehrten zeigten sie, dass sie die bestehende Ordnung nicht länger hinnehmen. Später wurden im Umfeld des Hauses fünf Menschen festgenommen, denen unter anderem versuchter Totschlag vorgeworfen wird. Einer von ihnen, Jakob, sitzt immer noch im U-Haft Knast Hahnhöfer Sand. Das Verfahren nimmt mittlerweile immer größere Ausmaße an, da in viele Richtungen ermittelt wird.

Wir sind nicht verwundert über diese Repression, ist sie doch ein Zeichen dafür, dass der Staat die herrschenden Zustände immer verteidigen wird. Dabei ist es wichtig, nicht in die Falle der Diskussion um schuldig und unschuldig zu geraten. Wenn mensch ihr Spiel nicht mitspielt ist er automatisch schuldig, was solche Kategorien für uns bedeutungslos macht, da wir in diesem Spiel nur verlieren können.

Bisher hat dieser Fall wenig Aufmerksamkeit bekommen, obwohl Personen seit langer Zeit in Hamburg wieder so hohe Anklagen in Zusammenhang mit Hausbesetzung haben. Dies zeigt, dass es nicht mehr nur um die Aneignung von Raum geht, sondern darum die Autoritäten in Frage zu stellen.

Daher ist es wichtig jetzt Solidarität zu zeigen, um die Betroffenen nicht alleine- aber auch die Repression nicht unbeantwortet zu lassen. Für uns bedeutet das, die vom Staat gewollte Isolation zu durchbrechen und zu zeigen, dass weder Auflagen noch Mauern uns davon abhalten, einen gemeinsamen Kampf zu führen. Gleichzeitig bedeutet Solidarität auch sie in unseren Handlungen zum Ausdruck zu bringen und so zu zeigen, dass wir den Kampf gegen die Autoritäten weiterführen und die Gefahr nicht gebannt ist, wenn sie uns wegsperren. Anstatt uns von der Repression einschüchtern zu lassen, wollen wir die Initiative ergreifen und die Straßen weiter unsicher machen.

Wir erklären uns solidarisch mit den vergangenen und nach wie vor von Repression betroffenen Hausbesetzungen Juliusstraße, AZ Altona, Bleicherstraße, Marktstraße, Villa Behnke und Münzschule

Jetzt erst recht- für mehr Hausbesetzungen!

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Gemeinsame Anreise zur Wohnwelt bleibt! -Demo

Für alle die am 29.11.2014 aus Hannover zur Wohnwelt bleibt! – Demo fahren wollen gibt es einen gemeinsamen Treffpunkt.
Wir treffen uns um 13 Uhr vor dem Hauptbahhof. Der Zug fährt nur kurze Zeit später ab. Weitersagen…Vorbeikommen…

Wohnwelt bleibt! Demonstration in Wunstorf am 29.11.2014

Gemeinsam gegen „Miteinander“ – 25 Jahre Freiraum sind noch lange nicht genug“

Wir wollen mit euch zusammen auf die Straße gehen, um für mehr politische Freiräume und freien Wohnraum für alle zu demonstrieren. Denn ein würdevolles, selbstbestimmtes Leben mit freien Entfaltungsmöglichkeiten soll selbstverständlich werden!
Wir, die Wohnwelt, leisten seit 25 Jahren soziokulturelle Arbeit in Wunstorf bei Hannover und haben dabei den Anspruch, ein politischer Freiraum zu sein: Frei von Diskriminierungs-mechanismen, Hierarchien, Kommerz und Bürokratie.
2011 hat die Stadt unseren Nutzungsvertrag wesentlich verändert: Das dafür gegründete „Projekt Miteinander“ haust jetzt in der oberen Etage, die einst uns gehörte. In unserem alten Büro hockt 4 Stunden die Woche ein Sozialarbeiter und vergibt die zwei Seminarräume an ein paar andere Projekte, die eigentlich auch im Rathaus Platz hätten, während wir akuten Platzmangel haben. Die Unterbringung anderer Projekte war zwar früher auch unbürokratisch möglich, dafür kann mensch sich jetzt aber oben Tee kochen ohne runter in die Küche zu gehen, denn aus unserem damaligen Infoladen wurde für läppische 20.000€ eine Teeküche gebaut. Seit der Vertragsänderung erhalten wir nur noch 1-Jahres-Verträge und als nächste Veränderung entfällt ab 2015 die Pflicht der Stadt, das Gebäude für soziokulturelle Arbeit zu nutzen.
Von all diesen Widrigkeiten wollen und werden wir uns aber nicht einschränken lassen! Wir kämpfen weiter und haben es geschafft, dass immer noch einiges bei uns passiert: Wir organisieren neben wöchentlichem Plenum, Theorie- und Hip Hop-Theke auch Infoveranstaltungen, Konzerte, Partys, Kneipenabende und VoKüs. Aber was ist seitdem oben passiert?
Das „Projekt Miteinander“, dessen Name von Anfang an ein schlechter Scherz war, sucht krampfhaft nach Nutzer_innen, um die eigene Existenz zu legitimieren und davon abzulenken, dass der Kern des Projekts die Einschränkung von uns ist. Dafür, dass an der Nutzung der oberen Räume nur Wenige Interesse haben, wird nun uns die Schuld gegeben und behauptet, das Problem sei der dreckige Zustand der zwei Meter zwischen Haupteingang und Tür nach oben.
Wir wollen die obere Etage zurück, um endlich wieder uneingeschränkt sinnvolle soziokulturelle Arbeit leisten zu können!

Lasst uns zusammen auf die Straße gehen! Für die Wohnwelt! Für mehr politische Freiräume in Wunstorf und überall! Kapitalismus überwinden!

Bahnhof Wunstorf – Samstag, 29.11.14, 14:00Uhr

Gemeinsam gegen Rassismus und religiösen Fundamentalismus

Am 26. Oktober fand in Köln ein Aufmarsch der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) statt. Unter diesem Motto rotteten sich rund 5.000 männerbündische Hooligans und Nazis zusammen, um gegen Muslime und Migrant_innen zu hetzen. Währenddessen gab es rassistisch motivierte Gewalt gegen Anwohner_innen, Antifaschist_innen und Pressevertreter_innen. Es war der größte rechte Aufmarsch in Westdeutschland in den letzten Jahren. Während Medien und Offizielle sich noch über das Gewaltpotenzial wundern und sich fragen, wie es dazu kommen konnte, dass untereinander „verfeindete“ im Selbstverständnis „unpolitische“ Hooligans, zusammen mit Neonazis demonstrieren, wurde für den 15. November bereits der nächste Aufmarsch in Hannover angekündigt.

Unter dem Motto „Europa gegen den Terror des Islamismus“ wollen Rassist_innen für ihre europäische Leitkultur auf die Straße gehen. Denn es ist nicht etwa der Krieg der faschistischen Gotteskrieger des Islamischen Staat (IS) im Irak und Syrien, der sie zu Protesten anstachelt. Es ist die herbeifantasierte „Überfremdung“ Europas durch Menschen islamischen Glaubens. Der Krieg im nahen Osten ist für sie nur der Aufhänger, um bürgerliche Nationalist_innen und Stammtischrassist_innen unter ihrem Banner versammeln zu können. Denn die Angst vor „Überfremdung“ eint all jene, die ihre Zusammengehörigkeit über Blut und Boden definieren und mit angeblich gemeinsamen Werten in Verbindung bringen. Die Nazis und Hooligans nutzen Rassismus und die direkte Gewalt gegen ihre erklärten Feinde, als Ausdruck ihres Machtwillens.

Ähnliche Veranstaltungen für Berlin und Hamburg wurden in den vergangenen Tagen an- und dann wieder abgemeldet. Jetzt wollen die Rassist_innen in Hannover auf die Straße gehen.

Wir sagen: In Hannover lauft ihr auch keinen Meter! Wir haben keinen Bock auf Rassismus! Genauso, wie wir den Feldzug und die Ideologie des IS zum Kotzen finden! Wir rufen deshalb dazu auf, am 15. November gemeinsam gegen Rassismus und religiösen Fundamentalismus in Hannover auf die Straße zu gehen!

Samstag, 15. November
10 Uhr, Steintor, Hannover

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