Wohnwelt bleibt! Demonstration in Wunstorf am 29.11.2014

Gemeinsam gegen „Miteinander“ – 25 Jahre Freiraum sind noch lange nicht genug“

Wir wollen mit euch zusammen auf die Straße gehen, um für mehr politische Freiräume und freien Wohnraum für alle zu demonstrieren. Denn ein würdevolles, selbstbestimmtes Leben mit freien Entfaltungsmöglichkeiten soll selbstverständlich werden!
Wir, die Wohnwelt, leisten seit 25 Jahren soziokulturelle Arbeit in Wunstorf bei Hannover und haben dabei den Anspruch, ein politischer Freiraum zu sein: Frei von Diskriminierungs-mechanismen, Hierarchien, Kommerz und Bürokratie.
2011 hat die Stadt unseren Nutzungsvertrag wesentlich verändert: Das dafür gegründete „Projekt Miteinander“ haust jetzt in der oberen Etage, die einst uns gehörte. In unserem alten Büro hockt 4 Stunden die Woche ein Sozialarbeiter und vergibt die zwei Seminarräume an ein paar andere Projekte, die eigentlich auch im Rathaus Platz hätten, während wir akuten Platzmangel haben. Die Unterbringung anderer Projekte war zwar früher auch unbürokratisch möglich, dafür kann mensch sich jetzt aber oben Tee kochen ohne runter in die Küche zu gehen, denn aus unserem damaligen Infoladen wurde für läppische 20.000€ eine Teeküche gebaut. Seit der Vertragsänderung erhalten wir nur noch 1-Jahres-Verträge und als nächste Veränderung entfällt ab 2015 die Pflicht der Stadt, das Gebäude für soziokulturelle Arbeit zu nutzen.
Von all diesen Widrigkeiten wollen und werden wir uns aber nicht einschränken lassen! Wir kämpfen weiter und haben es geschafft, dass immer noch einiges bei uns passiert: Wir organisieren neben wöchentlichem Plenum, Theorie- und Hip Hop-Theke auch Infoveranstaltungen, Konzerte, Partys, Kneipenabende und VoKüs. Aber was ist seitdem oben passiert?
Das „Projekt Miteinander“, dessen Name von Anfang an ein schlechter Scherz war, sucht krampfhaft nach Nutzer_innen, um die eigene Existenz zu legitimieren und davon abzulenken, dass der Kern des Projekts die Einschränkung von uns ist. Dafür, dass an der Nutzung der oberen Räume nur Wenige Interesse haben, wird nun uns die Schuld gegeben und behauptet, das Problem sei der dreckige Zustand der zwei Meter zwischen Haupteingang und Tür nach oben.
Wir wollen die obere Etage zurück, um endlich wieder uneingeschränkt sinnvolle soziokulturelle Arbeit leisten zu können!

Lasst uns zusammen auf die Straße gehen! Für die Wohnwelt! Für mehr politische Freiräume in Wunstorf und überall! Kapitalismus überwinden!

Bahnhof Wunstorf – Samstag, 29.11.14, 14:00Uhr

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