Villa in der Kirchstraße besetzt

Gestern Abend haben mehrere Menschen für einigen Stunden eine leerstehende Villa in der Kirchstraße in Linden-Mitte besetzt. Das Haus wurde schon vor einem halben Jahr komplett entrümpelt und soll demnächst abgerissen werden. Die Besetzung richtete sich nach den Worten der Aktivist_innen unter anderem gegen den geplanten „wiederholten Bau von Luxuswohnungen“. Die HELMA Wohnungsbaugesellschaft möchte dort Penthouse- und Maisonettewohnungen für etwa 5.000€ pro m² errichten.

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Die Polizei scheint das Haus mittlerweile geräumt zu haben. Offensichtlich kam es im Umfeld des Geländes zu Personalienfeststellungen. Wir solidarisieren uns mit den von möglicher Repression betroffenen Leuten und wünschen von hier aus alles Gute.

Weitere Informationen zur Besetzung finden sich auf indymedia.org

Hintergründe zum Bauprojekt u.a. bei haz.de

Wohnraum für alle! Demo am 21.10. um 20 Uhr

WOHNRAUM FÜR ALLE- das bedeutet Wohnraum für Familien, Alleinstehende, junge und alte Menschen unabhängig von Herkunft und Einkommen.
WOHNRAUM FÜR ALLE- bedeutet also auch Wohnraum für Geringverdienende, Studierende, Geflüchtete oder Sozialleistungsempfänger_innen.

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Wohnraum ist ein existentielles Gut, auf das alle Menschen angewiesen sind. Jede_r sollte es sich leisten können. Das ist nicht der Fall. In Zeiten von steigenden Mieten, Wohnraumknappheit und wachsenden Großstädten nimmt die Konkurrenz unter den Wohnungssuchenden stetig zu. Oftmals entscheidet letztendlich das für Miete verfügbare Einkommen über den Erfolg der Wohnungssuche.
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Hannover verschlechtert sich seit Jahren. Vor allem für Menschen mit geringem Einkommen wird die Situation immer beschissener. Die Mieten steigen im gesamten Stadtgebiet, die Anzahl der Sozialwohnungen ist in den letzten Jahren immer weiter gesunken. Einige Stadtviertel erleben den Prozess der Gentrifizierung, der nicht nur zu teuren Mieten, sondern auch zu einem insgesamt höheren Preisniveau in den Stadtteilen führt.
Mietwohnraum wird in Eigentum umgewandelt, mehrere kleine Wohnungen auf einer Etage zu einer großen zusammengelegt. Der Bestand an Mietwohnungen schrumpft zusammen.
Die Folge dessen ist soziale Verdrängung. Wer sich die hohen Mieten nicht leisten kann muss weg. Weg vom sozialen Umfeld und raus aus der vertrauten Umgebung.
Wir wollen auf die Straße gehen um festzuhalten: Wohnraum darf keine Ware sein!
Wohnraum darf keiner Verwertungslogik unterliegen, Stadtentwicklung darf sich nicht an den Wünschen wirtschaftlich erfolgreicher Bevölkerungsschichten orientieren. Die Stadt gehört allen!

Kommt zur Nachttanzdemo am 21.10.2015
Treffpunkt: 20.00h AStA der Uni Hannover

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