Gegen den AfD- Bundesparteitag in Hannover am 28.11.2015

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Wir unterstützen den Aufruf gegen den AfD- Parteitag in Hannover.

Kommt zur Demonstration am 28.11.2015/ 12.00h/ Opernplatz

Hier der Aufruf:

Seit Ende letzten Jahres sind in der ganzen Bundesrepublik Ableger der sog. PEGIDA-Bewegung auf der Straße, hetzen gegen „den Islam“ und „die Ausländer“. Rassist sei man nicht, ABER sagen müsse man das doch dürfen. Was PEGIDA mit Unterstützung organisierter Nazistrukturen auf der Straße fordert, wird von der Alternative für Deutschland aufgegriffen und in Parlamenten versucht umzusetzen. Beide – PEGIDA und AfD – verkörpern die selbsterannnten Wutbürger. Sie heizen landauf, landab die Stimmung an. Auf dem Parteitag in Essen hat die AfD ihren wirtschaftsliberalen Flügel um Bernd Lucke abgesetzt und homophobe, gleichberechtigungsfeindliche, chauvinistische und nationalistische Scharfmacher_innen sind in Führungspositionen aktiv. Das uns Marcus „Waffengewalt“ Pretzell in Hannover am 19. November erspart bleibt, könnte Grund zur Freude sein, hätte nicht die Bundespartei für den 28. und 29. November ihren Parteitag in Hannover angekündigt.

Während Städtenamen wie Heidenau mit Berichten über tagelange rassistische Ausschreitungen verbunden sind, kommt es überall in der Bundesrepublik – auch in Hannover – zu Anschlägen auf Neubauten und bewohnte Unterkünfte, Einschüchterungen durch Sprühereien und zu Angriffen auf Refugees.
Diese Stimmung wird durch die Anschläge vom 13. November in Paris hinter der eine IS Zelle vermutet wird oder die Terrorwarnung am 17. November in Hannover noch zusätzlich angeheizt werden und sicher werden die Anschläge auf dem Parteitag Thema sein und die Partei wird planen, wie sie daraus politisches Kapital ziehen kann.

Die AfD ist letztendlich nur die Partei, die sich aktuell mit ihren rassistischen Forderungen am wütendsten gebährdet. Am Ende sind es die Maßnahmen der großen Koalition, die für den Ausbau der Festung Europa in führender Position verantwortlich ist.

Wir sind sowohl gegen den Wutbürgerrassismus von AfD und PEGIDA. Wir sind gegen ein kühl kalkuliertes Flüchtlingsmanagement durch Einsätze von Militär und Frontex an den europäischen Außengrenzen. Die Gesellschaft, die wir wollen, kennt weder Grenzen, noch Pässe, noch Geschlechter – eine Gesellschaft, in der alle ohne Angst verschieden sein können.

 

Mehr Infos unter: http://esreicht.blogsport.de/

Stadtteilrundgang am 10.11. 17:30 Uhr

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Die Auseinandersetzung um Wohnraum und günstige Mieten wird in den uninahen Vierteln Hannovers nicht erst seit den Hausbesetzungen in den vergangenen Jahren geführt. Auch wenn diese die Debatte um Gentrifizierungsprozesse und die Verdrängung ärmerer Bevölkerungsschichten neu angestoßen haben, wollen wir bei einem Stadtteilrundgang am 10.11. durch Linden auch einen Blick auf die jüngere Geschichte der letzten 30 Jahren werfen.
Warum richteten Anfang der 80er Jahre Studierende in der Viktoriastraße ein Sanierungscafe ein und verhinderten durch Proteste den Abriss eines ganzen Straßenzuges? Welche Umstände führten zur Gründung der heute noch aktiven Wohnungsgenossenschaft „Selbsthilfe Linden“, die durch die Modernisierung angeblicher Abrisshäuser, mit viel Eigenleistung, preiswerten Wohnraum schaffte und erhält? Wie entstand das FAUST-Gelände, welche Ideen und Konzepte gab es und was ist davon heute noch geblieben? Diese und andere Fragen wollen wir an verschiedenen Punkten gemeinsam mit Aktiven und Zeitzeugen erörtern. Zwischen den einzelnen Stationen gehen wir auf aktuelle Entwicklungen am Wohnungsmarkt ein und zeigen konkrete Beispiele einer voranschreitenden Gentrifizierung in Linden.


Treffpunkt ist um 17.30 Uhr auf dem Lindener Marktplatz vor dem Rathaus, die Dauer des Rundgangs beträgt etwa 2,5 Stunden.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem AStA der Universität Hannover im Rahmen der Veranstaltungreihe „unbekannt verzogen“ statt. Weitere Infos und alle noch kommenden Termine finden sich unter: http://unbekanntverzogen.blogsport.de/