Wohnwelt Wunstorf hat weiter Ärger mit der Stadt

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Die Wohnwelt in Wunstorf gehört seit Jahren zum festen Bestandteil einer aktiven politischen Jugendkultur. Ebenso gibt es seit Jahren Auseinandersetzungen mit der Stadt über die Nutzung der Räumlichkeiten des Kulturzentrums. Zu den neuesten Entwicklungen folgt eine aktuelle Pressemitteilung des Nutzungsvereins:

Am 8. September erreichte uns ein Brief, in dem uns die „Teilkündigung der Nutzungsvereinbarung in Bezug auf den „Versorgungsraum““ angekündigt und eine „Kündigung der Nutzungsvereinbarung“ als Ganzes angedroht wurde. Bei einem Gespräch mit Vertretern der Stadt wurden uns „Sicherheit“ und „Substanz“ des Gebäudes als Problemfelder vorgeworfen. Im Bezug auf die Substanz sehen wir uns in keiner Weise in der Schuld: Als einziges Argument wurde angeführt, dass sich Menschen unerlaubter Weise auf dem Dach aufhalten würden. Da wir uns weder dort aufhalten noch zulassen, dass unsere Gäste auf das Dach steigen und die Stadt, die seit dem neuen Vertrag für die obere Etage und das Dach zuständig ist, uns auch von keinen solchen Vorfällen berichten konnte, lehnen wir es entschieden ab, dafür die Verantwortung zu übernehmen. Viel mehr sehen wir die Substanz des Gebäudes gefährdet, wenn uns als Nutzer_innen der Zugang zum Versorgungsraum verwehrt wird, obwohl dort bei einem Rohrbruch o.ä. der Hahn zugedreht werden muss, um Wasserschäden zu vermeiden. Zum Thema Sicherheit wurden unsererseits für alle von der Stadt vorgetragene Probleme Konzepte vorgestellt, wie wir diese zukünftig beheben und verhindern werden. Außerdem haben wir betont, dass unsere soziokulturelle Arbeit in bisheriger Form nicht möglich wäre, wenn wir keinen Zugang zu unserem Sicherungskasten haben! Diese absurde Idee zeigt uns wieder einmal, dass die Stadt nach jedem Grashalm greift, der sie bürokratisch legitimiert, unsere Arbeit zu erschweren. Viel mehr wünscht sich der Verein Lebenstraum, dass die Probleme von Nutzer_innen und Eigentümer_innen gemeinschaftlich gelöst werden. Wir fordern, dass unsere Verbesserungsvorschläge ernst genommen werden. Denn sowohl im letzten Gespräch als auch in vergangen Verhandlungen um die obere Etage wurden Vorwürfe gegen uns, die wir argumentativ entkräftet haben, nur wiederholt, statt begründet zu werden. Dabei sehen wir in der Tatsache, dass uns das Nutzungsrecht der oberen Etage entzogen wurde, nach wie vor die Ursache für Platzprobleme und die Unmöglichkeit, weitere Ziele umzusetzen.

Wir fordern die Stadt auf, ihre Teilkündigung zurückzuziehen, da sie einen klaren Angriff auf unser Projekt und eine massive Einschränkung unserer Arbeit darstellt, die wir nicht hinnehmen werden!

Wir werden nicht tatenlos dabei zu sehen, wie uns immer mehr Räume genommen werden!