einmalige Termine

2015

10.11.2015 17.30h (Lindener Marktplatz)

Stadtteilrundgang

Die Auseinandersetzung um Wohnraum und günstige Mieten wird in den uninahen Vierteln Hannovers nicht erst seit den Hausbesetzungen in den vergangenen Jahren geführt. Auch wenn diese die Debatte um Gentrifizierungsprozesse und die Verdrängung ärmerer Bevölkerungsschichten neu angestoßen haben, wollen wir bei einem Stadtteilrundgang am 10.11. durch Linden auch einen Blick auf die jüngere Geschichte der letzten 30 Jahren werfen.
Warum richteten Anfang der 80er Jahre Studierende in der Viktoriastraße ein Sanierungscafe ein und verhinderten durch Proteste den Abriss eines ganzen Straßenzuges? Welche Umstände führten zur Gründung der heute noch aktiven Wohnungsgenossenschaft „Selbsthilfe Linden“, die durch die Modernisierung angeblicher Abrisshäuser, mit viel Eigenleistung, preiswerten Wohnraum schaffte und erhält? Wie entstand das FAUST-Gelände, welche Ideen und Konzepte gab es und was ist davon heute noch geblieben? Diese und andere Fragen wollen wir an verschiedenen Punkten gemeinsam mit Aktiven und Zeitzeugen erörtern. Zwischen den einzelnen Stationen gehen wir auf aktuelle Entwicklungen am Wohnungsmarkt ein und zeigen konkrete Beispiele einer voranschreitenden Gentrifizierung in Linden.
Treffpunkt ist um 17.30 Uhr auf dem Lindener Marktplatz vor dem Rathaus, die Dauer des Rundgangs beträgt etwa 2,5 Stunden.

2014

15.03.2014 16 Uhr
Stadtteilleben, Fröbelstraße 5 (Linden-Nord)
Zur Ökonomie der Gentrifizierung
Steigende Mieten und teure Clubs und Cafés sind die sichtbaren Symptome der Gentrifizierung. Die Grundlage für den Prozess liegt im kapitalistischen System, das vom Staat durch (Wohn-)Förderprogramme u.ä. (mit)gestaltet wird. Die Veranstaltung soll die Zusammenhänge von ökonomischen Prozessen und Gentrifizierung beleuchten und Lösungsansätze zur Diskussion stellen.
Input: Andrej Holm

20.03.2014 18 Uhr
Schneideberg 50, V 111
Gentrifizierung – Eine Einführung
Die Veranstaltung bietet eine Einführung in die Gentrifizierungsthematik. Es wird ein Überblick über die verschiedenen theoretischen Ansätze geben und geschaut werden, wo sich in Hannover Ansätze von Gentrifizierung finden lassen. Neben Einzelbeispielen werfen wir ein Blick auf die Zahlen und gucken, was die Statistiken so über die Entwicklung in Linden sagen.
Darüber hinaus werden Beispiel der politischen Praxis gegen Gentrifizierung dargestellt.

27.03.2014

Kurzfilmabend „Praxis“
UJZ Korn
Das Phänomen der Gentrifizierung hat in den vergangenen Jahren international verschiedene Formen widerständiger Praxen, wie Bürger_innen-Initiativen, die Gründung von kollektiven Hausprojekten, Großdemonstrationen oder Hausbesetzungen, provoziert.
Verschiedene Kurzfilme sollen aufzeigen welche Formen von Protest möglich und realisierbar sind. Im Anschluss daran möchten wir mit euch die gezeigten Ansätze diskutieren.

03.04.2014 17 Uhr
Startpunkt: Vor dem Freizeitheim Linden
Stadtrundgang durch Linden
aktuelle Beispiele und Gegenbeispiele zur Gentrifizierung
Mit den Hausbesetzungen in den letzten Jahren wurde die Debatte um Gentrifizierung angestoßen und lenkte die Diskussion auf aktuelle Beispiele der Verdrängung.Im Stadtrundgang werden ehemalige besetzte Gebäude besucht und dem nachgegangen, was daraus geworden ist. Außerdem werden Beispiele für konkrete Verdrängung, Entmietung und Luxussanierung vorgestellt.

10.04 18 Uhr
Stadtteilleben
Recht auf Stadt?
Entwicklungen in Hamburg

In Hamburg passieren seit einiger Zeit tiefgreifende Umstrukturierungsprozesse. Die Flora, als linkes unkommerzielles Projekt ist in Gefahr, die Esso Häuser sind geräumt, steigende Mieten und die Umwandlung von Mietwohnraum in Eigentum lassen die Stadt zum exklusiven Raum werden.
Zugleich gibt es einen breit getragenen Widerstand dagegen. In St. Pauli entstehen selbstorganisierte Anwohner_innenversammlungen, das „Recht auf Stadt“-Netzwerk versucht Gentrifizierungsprozessen effektiv etwas entgegen zu setzen und mit mehreren Großdemonstrationen wurde versucht den Tendenzen von Verdrängung und Vertreibung auch öffentlichkeitswirksam Paroli zu bieten.
Einen Überblick zur aktuellen Situation und die Analyse Hamburg spezifischer Besonderheiten wird uns Avanti Hamburg geben. Anschließend wollen wir gemeinsam über Organisierungsstrategien diskutieren und ergründen, ob sich aus der Vernetzungspolitik von „Recht auf Stadt“ auch Perspektiven für Hannover ableiten lassen.

17.04. Kargah e.V., Faustgelände Raum 6

Von der Sanierung zur Gentrifizierung?
Stadtteilentwicklung am Beispiel Linden-Nord von 1970 bis heute

In den 70er-Jahren gab es in Linden-Nord massive Widerstände gegen die Sanierungsmaßnahmen der Stadt, so wurden (nicht nur) in der Viktoriastraße Häuser besetzt und sich für den Erhalt stark gemacht. Schon damals stritt man im Stadtteil über die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen, aber auch über die Aktionen dagegen. Sind die vermeintlich aktuellen Entwicklungen im Stadtteil eine Fortsetzung aus den 70er-Jahren, oder eine völlig neue Entwicklung? Waren schon die Sanierungen in den 80er-Jahren Anfänge der Gentrifizierung? Sollten wir uns auch gegen die aktuellen Geschehnisse aufbegehren oder ist das der Lauf der Dinge?
Diesen und vielen weiteren Fragen wollen wir uns in der Veranstaltung widmen. Das Input dazu wird uns Maria geben. Maria hat ihre Masterarbeit über das Thema geschrieben und stellt ihre Ergebnisse sowie einen historischen Abriss über die Sanierung an diesem Abend vor. Im Anschluss daran diskutiert ein Aktivist der damaligen Gegenproteste, über die Entwicklungen damals und heute.

24.04.2014
„Steine von der Heimatfront?“
Kritik an verkürzter Gentrifizierungskritik
Im medialen Diskurs wurde Gentrifizierungsgegner_innen in Hannover eine Nähe zu reaktionären Positionen unterstellt. Kritisiert wurde vor allem, dass eine Erhaltung des Stadtteils konservativ sei und Parallelen zum Heimatschutzkonzept gezogen werden könnten. Dadurch würden xenophobe Ressentiments geschürt. In Berlin eskaliert die Situation und es kommt zu antiemanzipatorischen Ausbrüchen. Tourist_innen werden verprügelt, mit Graffitis wird zum Boykott von Schwaben aufgerufen. Die Frage in wie weit solche Tendenzen in der Gentrifizierungskritik angelegt sind erhitzt nicht nur in Berlin die Gemüter. Mit der Podiumsdiskussion wollen wir der Kritik an der Gentrifizierungskritik auf die Spur kommen und mit euch in einen Austausch kommen.
Es diskutieren auf dem Podium: Junge Linke und Kampagne Ahoi

2013
15. April:  Brunch und Musik in Limmer

Die Kampagne Ahoi freut sich über die Aktionen der Lilit-Gruppe. Diese Gruppe veranstaltet am Sonntag, 15. April zusammen mit anderen AkteurInnen von 10 bis 14 Uhr in Limmer auf dem ehemaligen Conti-Gelände eine Matinee. Die Veranstaltung wird voraussichtlich in 14 Tagen wiederholt. Diesmal gibt es eine Jazz-/Blues-Session und dazu Brunch.
Ab 10 Uhr, TT-Hall, Wunstorfer Straße 130a. Bei sehr gutem Wetter im ‚KüGäLi Garten-Café‘, hinter dem Gebäude.

21. März:  Besichtigung der Transition Town Hall

Die Kampagne besucht die Gartengruppe von ‚Transition Town Hannover‘ in Limmer (KüGäLi). Sie besichtigt das dortige Gebäude und spricht über Möglichkeiten der Mitnutzung: Treffpunkt: Dornröschenbrücke, 16:00 Uhr, um gemeinsam an der Leine entlang zu den KüGäLi zu gehen.

11. Februar:  Film, Popcorn & Konzert

Die Kampagne fertigt Soli-Popcorn bei der Filmvorführung von ‚Noise and Resistance‘. Anschließend folgt ein Konzert der Bands ‚Puris Ani‘ und ‚Moderne Krüppel‘: UJZ-Korn, Beginn 20:00 Uhr.

07. Februar:  Gerichtsverhandlung L98

Die Verhandlung wegen „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ in Zusammenhang mit der Räumung der Limmerstr. 98 geht in die zweite Runde, also kommt alle zum Landgericht (Volgersweg 65) Saal H1. Beginn 13:00 Uhr.

31. Dezember:  Sylvester-Rave

Am letzten Tage des Jahres mal ein Rave mit Dornröschen auf der Brücke zwischen Linden und der Nordstadt. Küssen wir die Braut wach und machen wir aus ihrem verwunschenen Schloss (Schnellwegtunnel) ein vorübergehend autonomes Stadtteilzentrum. Danach geht’s gemeinsam weiter in die Korn. Beginn 23 Uhr, Dornröschenbrücke.

26. Dezember:  Volxküche im UJZ Kornstraße

Die Kampagne Ahoi sorgt für die Essenzubereitung bei diesen Montags regulär stattfindenden Volxküchentermin. Es gibt veganes Essen, Tofumedaillons plus Rotkohl. Der ‚Speisesaal‘ ist geöffnet ab 19 Uhr. Pro Essen 1,50 Eu.

17. Dezember:  Aktionstag gegen kapitalistische Stadtentwicklung

Verschiedene Initiativen rufen für den 17. Dezember auf zu einem überregionalen Aktionstag. Es geht darum mit kreativen Aktionen diversen Forderungen wie ‚Leerstand zu Wohnraum‘ und ‚Mietwahnsinn stoppen‘ Gehör und Nachdruck zu verleihen. Wir schließen uns dem Aufruf an!

25. November:  Castor Ahoi…

Es ist mal wieder so weit, im Wendland wird die 5. Jahreszeit eingeläutet, der 13. Castor-Transport aus La Hague rollt mit massiver Bullenbewachung in das sogenannte Zwischenlager nach Gorleben.
Da die Kampagne Kernenergie richtig scheiße findet, ruft sie auf ins Wendland zu fahren oder wenn keine Zeit dafür ist, sich an der Demo der Kampagnen-Netzwerk Linden-gegen-Castor zu beteiligen. Auftaktkundgebung: 25.11., Schmuckplatz um 15 Uhr.F

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